{"id":227,"date":"2026-09-03T01:36:28","date_gmt":"2026-09-03T01:36:28","guid":{"rendered":"http:\/\/hieroitzo.copista.de\/?page_id=227"},"modified":"2026-09-03T04:14:30","modified_gmt":"2026-09-03T04:14:30","slug":"ich-und-der-hiero-itzo-bekenntnisse-eines-gruendungsvaters","status":"publish","type":"page","link":"http:\/\/hieroitzo.copista.de\/?page_id=227","title":{"rendered":"Wie alles anfing (R.W. Schulze)"},"content":{"rendered":"\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Bekenntnisse eines Gr\u00fcndungsvaters<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Ich war damals (1972-1981) Student der Sozialwissenschaften und Publizistik in G\u00f6ttingen, als wir ca. 1975 mit einer Handvoll Freunden den &#8222;HIERO ITZO&#8220;, die erste Programm- und Kulturzeitschrift in&nbsp;G\u00f6ttingen gr\u00fcndeten. Die Redaktion war damals mit einem kleinen B\u00fcro in der Burgtasse im Hinterhof pr\u00e4sent. Ich geh\u00f6rte nicht zum Kern-Gr\u00fcnderteam: \u201eJockel Winters, Gerd Hahn und Martin Schmidt\u201c, sondern ich bin ca. ein halbes Jahr nach Gr\u00fcndung der Zeitung dazu gesto\u00dfen.<br>Der \u201eStadtf\u00fchrer \u201ewar ein f\u00fcr den Leser kostenloses Werk, hatte sich \u00fcber die platzierte Werbung finanziert und das B\u00fcchlein lag \u00fcberall in G\u00f6ttingen aus (Universit\u00e4t, Mensen, Unigeb\u00e4ude, Buchl\u00e4den, Studentenclubs, etc.).<br>Die 58 Seiten waren gef\u00fcllt mit Adressmaterial von Freizeit und Disco-Betrieben aus der Stadt. Insgesamt war das der erste &#8222;Ausflug&#8220; der HIERO-ITZO-Redaktion&#8220; in neue publizistische Projekte. Der Anspruch an den Inhalt war nicht besonders gro\u00df. Wichtig war uns, einmal ein &#8222;Branchenbuch mit Adressen aller Kulturschaffenden und Freizeit-Unternehmen zu sammeln und als Adre\u00df-Alamanach herauszubringen&#8220;.<br>Diesem geringen Anspruch wurde der Stadtf\u00fchrer voll und ganz gerecht. Wichtig f\u00fcr alle Beteiligten war auch die Erfahrung, inwieweit kostenlose Publikationen von den Rezipienten \u00fcberhaupt angenommen und Ernst genommen werden. Wie sich damals herausstellte war die kostenlose Verteilung kein Makel, der R\u00fcckschl\u00fcsse auf die mangelnde Inhaltsqualit\u00e4t zulie\u00df!<br>In dieser Zeit wuchsen in vielen Studentenst\u00e4dten die ersten Stadtzeitschrift-Projekte. In Berlin gab es dann auch ein bundesdeutsches Treffen vieler Redaktionen. Schwierig war dort die allgemeine Einigung, ob und wie man sich mit Werbung finanzieren kann oder sollte.&nbsp;<br>Die entscheidende Frage, die nie insgesamt bundeseinheitlich durch alle alternativen Redaktionen gekl\u00e4rt werden konnte war, ob man Werbeanzeigen von Coca Cola und von Zigarettenunternehmen akzeptieren sollte.<br>Wen es interessiert: ich habe noch eine Version des Stadtf\u00fchrers im Regal.<br>gez. Prof. Roland W. Schulze, Bremen, den 20.10.2015<br>Roland W. Schulze,<br>z.Zt. in Bremen&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Bekenntnisse eines Gr\u00fcndungsvaters Ich war damals (1972-1981) Student der Sozialwissenschaften und Publizistik in G\u00f6ttingen, als wir ca. 1975 mit einer Handvoll Freunden den &#8222;HIERO ITZO&#8220;, die erste Programm- und Kulturzeitschrift in&nbsp;G\u00f6ttingen gr\u00fcndeten. Die Redaktion war damals mit einem kleinen B\u00fcro in der Burgtasse im Hinterhof pr\u00e4sent. 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