{"id":200,"date":"2019-08-12T13:44:55","date_gmt":"2019-08-12T13:44:55","guid":{"rendered":"http:\/\/hieroitzo.copista.de\/?page_id=200"},"modified":"2019-08-13T16:46:38","modified_gmt":"2019-08-13T16:46:38","slug":"wie-ich-mir-einen-hiero-itzo-fing","status":"publish","type":"page","link":"http:\/\/hieroitzo.copista.de\/?page_id=200","title":{"rendered":"Wie ich mir einen HIERO ITZO fing"},"content":{"rendered":"\n<h2>Meine Liason mit dem HI<\/h2>\n\n\n\n<p>Als mich im Juli 1983 der leider viel zu fr\u00fch davongeschlichene Ralph Otto (\u20202001) fragte, ob ich mir eine Mitarbeit beim HIERO ITZO vorstellen k\u00f6nne, musste ich lange \u00fcberlegen. Das warum ist eine Geschichte f\u00fcr sich:<\/p>\n\n\n\n<p>Das Stadtmagazin HIERO ITZO, eines der ersten seiner Art, steckte in einer tiefen Krise.\u00a0\u00a0Der Code &#8222;Wir sollten das Kind doch lieber mit dem Barde aussch\u00fctten\u201c brachte die Schwierigkeiten auf den Punkt:\u00a0\u00a0Nach den \u00e4u\u00dferst bewegten ersten f\u00fcnf HIERO-ITZO-Jahren seit der Gr\u00fcndung 1976, in denen sogar seitens des umtriebigen Mitgr\u00fcnders &#8222;Jockel&#8220; Winters an der Expansion in weitere St\u00e4dte gearbeitet wurde, war das Blatt in die H\u00e4nde eines Vorort-G\u00e4rtners geraten (K. Barde), der es auf eine Veranstaltungs- und TV Programm-Ank\u00fcndigungsbl\u00e4ttchen zurecht getrimmt hatte. Aus der alten \u2013 auch heute noch mit klingenden Namen garnierten &#8211; Mannschaft waren nur wenige \u00fcbrig geblieben.\u00a0<\/p>\n\n\n\n<p>Da ich selbst gerade als CDU-Dissident durch den regionalen Medienwald rauschte, weil meine Kandidatur auf der Liste der GR\u00dcNEN f\u00fcr den Nieders\u00e4chsischen Landtag die damaligen Toleranzgrenzen meines Arbeitgebers, dem Deutschen Gewerkschaftsbund, all zu arg strapazierten, ergab es sich, dass Kaus-Peter Fl\u00fcgel&nbsp;&nbsp;eines sch\u00f6nen Tages in meinem Domizil in Duderstadt f\u00fcr ein Interview aufschlug.&nbsp;&nbsp;Nachdem ich die Februar-Ausgabe des HIERO ITZOs argw\u00f6hnisch begutachtet hatte, und KPF fragte, ob ihm denn zwischen dem Veranstaltungskalender und dem TV- Programm 60 Zeichen f\u00fcr dieses Gespr\u00e4ch frei geschaufelt w\u00fcrden,&nbsp;&nbsp;standen einem vorurteilsfreien und dann auch sehr langem Gespr\u00e4ch nichts mehr im Wege. Er versicherte mir, dass die soeben erfolgte R\u00fcckeroberung der Titelrechte durch den umtriebigen Druckereibesitzer Hartmut Bremer, der auch den Dissidenten und JaRo Musik zu jener Zeit Unterschlupf bot, alles zum Besseren wenden w\u00fcrde. Au\u00dferdem habe der neue Verleger, also Hartmut Bremer, der Redaktion weitgehende Selbstbestimmungsrechte einger\u00e4umt. Ich war gespannt. Tats\u00e4chlich unterschied sich die M\u00e4rz-Ausgabe rein \u00e4u\u00dferlich zwar nicht von dem Desaster der vergangenen Monate, jedoch vermochte mich meine Eitelkeit, das Interview in epischer Zwei-Seiten-Breite im Heft wieder zu finden, dar\u00fcber hinweg tr\u00f6sten.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>An der Grundproblematik der Ausrichtung des Blattes an das \u00f6konomische Diktat eines schlecht ausgesch\u00f6pften G\u00f6ttinger Werbemarkt \u00e4nderte sich allerdings wenig.<\/p>\n\n\n\n<p>Dennoch: Die Redaktion um Ralph Otto, Detlev Vogt und K.P. Fl\u00fcgel war emsig, Hartmut Bremer durchaus entschlossen, den HIERO ITZO auf neuen Glanz zu polieren.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>In dieser (Aufbruch-)Stimmung erschien mir eine Mitarbeit beim HIERO ITZO nicht g\u00e4nzlich als Zeitverschwendung und es folgten sehr schnelle und konstruktive Gespr\u00e4che mit der Redaktion und dem Verleger. Ich wollte und sollte dem Blatt ein klareres politisches Profil verleihen und ich kn\u00fcpfte daran die Bedingung einer konzeptionellen und layouterischen Neuausrichtung. Ein neues CI und mit ihm eine nachvollziehbare Heftstruktur wurden hektisch entwickelt und schon mit der Oktober-Ausgabe zeigte sich der HIERO ITZO in neuem Gewand und aufgestockter Seitenzahl.<\/p>\n\n\n\n<p>Dann ging es Schlag auf Schlag. Einen Monat sp\u00e4ter \u00fcbertrug mir die Redaktion die Rolle des Herausgebers, um auch gegen\u00fcber dem Verleger das gest\u00e4rkte Selbstbewusstsein der sich selbst ausbeutenden Redaktion zu dokumentieren.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Der Krach mit Hartmut Bremer war vorprogrammiert und so fand ich mich ab Februar 1985 in der Doppelrolle des Verlegers und Herausgebers wieder, die ich fast 10 Jahre lang bis&nbsp;zur Einstellung des HIERO ITZOS, der ab Oktober 1986 HIER UND JETZT hie\u00df, im Jahre 1993 ausf\u00fcllen sollte. Aber das &#8211; und einiges mehr \u2013 sind noch ganz andere Geschichten&#8230;..<\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<p>Michael Schmelich<\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Meine Liason mit dem HI Als mich im Juli 1983 der leider viel zu fr\u00fch davongeschlichene Ralph Otto (\u20202001) fragte, ob ich mir eine Mitarbeit beim HIERO ITZO vorstellen k\u00f6nne, musste ich lange \u00fcberlegen. 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